Weihnachtsmärchen

Märchen nach Themen

Manche Märchen assoziieren wir mit Winter oder Weihnachten, obwohl in den Texten selbst wenig oder gar nicht die Rede davon ist: Das Hexenhäuschen aus »Hänsel und Gretel« gehört bei uns zum Brauchtum der Vorweihnachtszeit, und dass es schneit, wenn Frau Holle die Betten schüttelt, wissen viele von uns auch noch.

Ein bisschen verwunderlich ist, wie wenige Märchen von der kalten Jahreszeit handeln. Aber eigentlich liegt die Erklärung dafür auf der Hand. In den Sommermonaten, wenn es lange hell war und es draußen viel zu tun gab, haben die Menschen sich keine Geschichten erzählt, dafür blieb keine Zeit.

Weihnachtsmärchen bieten Sternstunden der Besinnung und der Freude in der dunklen Jahreszeit.

Das fand im Winter statt, wenn Wetter und frühe Dunkelheit die Menschen zwangen, im Haus zu bleiben. Das waren karge Monate, es war kalt, die Nahrung war knapp und es war schwierig, diese Zeit zu überstehen. Dann wollte man darüber nicht auch noch in Geschichten hören, sondern sehnte sich nach Licht und Wärme und der Fülle des Lebens.

Auch heute noch vermitteln Winter und Weihnacht Abschluss und Neuanfang. Es ist die Zeit der Jahresbilanzen und der neuen Ziele, der Wunschzettel und der Geschenke.  

Warum der Bär einen Stummelschwanz hat – aus dem Märchenbuch „Märchen für Winter und Weihnacht“ von Brunhilde Noffke (HG.)

Der Bär begegnete einmal dem Fuchs, der mit einem Bund Fische herangeschlichen kam, das er gestohlen hatte. »Wo hast du das her?« fragte der Bär.

»Ich bin beim Angeln gewesen, Herr Bär!« antwortete der Fuchs. Da bekam der Bär auch Lust, das Angeln zu erlernen, und er bat den Fuchs, ihm zu sagen, wie er es anstellen solle.

»Das ist für dich eine einfache Kunst«, antwortete der Fuchs, »und sie ist bald gelernt. Du brauchst nur aufs Eis zu gehen, dir ein Loch zu hauen und den Schwanz hinein-zustecken,und dann musst du ihn schön lange so halten.Du musst dich nicht darum kümmern, ob es darin prickelt: denn dann beißt der Fisch an; je länger du ihn so halten kannst, desto mehr Fische bekommst du. Und ganz plötzlich musst du ihn dann mit einem Ruck heraufziehen!«

Ja, der Bär tat, wie ihm der Fuchs gesagt hatte, und hielt den Schwanz lange, lange ins Loch hinein, bis er schön fest-gefroren war. Dann zog er mit einem Ruck – den Schwanz ab, und heutzutage noch geht er mit einem Stummel-schwanz umher.

 Passende Märchenbücher


 

Das Märchenbuch: Märchen von Winter und Weihnacht – zum Erzählen und Vorlesen von Brunhilde Noffke (HG.)

Märchen für Winter und Weihnacht von der Märchensammlerin Brunhilde Noffke.

Auch heute noch vermitteln Winter und Weihnacht Abschluss und Neuanfang. Es ist die Zeit der Jahresbilanzen und der neuen Ziele, der Wunschzettel und der Geschenke.

Und von den damit verbundenen Mühen und Freuden erzählen die hier versammelten Märchen und Geschichten.

Noffke, Brunhilde
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

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Märchen aus Winter und Weihnacht - das Buch

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