Schottische Märchen

Literatur, Märchen, Sagen und Legenden gehen in Schott­land häufig eine engere Verbindung miteinander ein als anderswo. Schottische Märchen und Folklore sind nicht nur durch keltische Einflüsse geprägt, wie es zunächst scheinen mag. Tatsächlich findet sich eine Vielzahl von Elementen aus ver­schiedenen Kulturen darin wieder, die die schottischen Mär­chen und Traditionen beleben.

Zu den wichtigsten Völkern unter ihnen gehören die Kaledonier, die das Gebiet vom Tal der Tay bis zum Great Glen besetzt hielten, die Pikten – sie gelten als die Ureinwohner −, die irischen Einwanderer, also die benannten Kelten, die Nordmänner und auch die Römer, die von Süden her vordrangen.

Wie ist Schottland? Das Schottland der Märchenphantasie und das Schott­land der Wirklichkeit sind einander, wie man entdecken wird, nahe. Wer das eine kennt, wird das andere besser verstehen und genießen können. Andererseits begreift man, wenn man die Szenerien des realen Schottlands sieht, dass dies ein Land ist, das phantastische Geschichten geradezu suggeriert. Die Würze bei all dem ergibt sich aus dem besonderen Erzählsinn der Kelten und der bei ihnen ausgeprägten und lange beibe­haltenen Tradition der mündlichen Überlieferung.

In diesem Sinn: Auf zu ein paar Spaziergängen durch den schottischen Zauberwald, er ist schier endlos und hält für den neugierigen und ausdauernden Wanderer immer neue Über­raschungen und Entdeckungen alten, schon unterzugehen drohenden Wissens bereit.

Leseprobe


 

Die Tochter des Nordlandkönigs aus dem Märchenbuch „Schottische Märchen“ von Frederik Hetmann (Hg.)

Vor langer Zeit, als die Nordländer im westlichen High­land landeten, waren sie erstaunt über die Beschaf­fenheit und Ausdehnung der Kiefernwälder, die damals den größten Teil Lochabers bedeckten und viel ausgedehnter waren als die Wälder ihres Heimatlandes.

Nun war die älteste Tochter des Nordlandkönigs mit ihrem langen blonden Haar, ihren blauen Augen und dem schlanken biegsamen Körper wegen ihrer Schönheit fern und nah be­kannt, sie verstand sich auch auf mancherlei Zauber. Sie kann­te alle Blumen der Wälder und Wiesen und es gab nicht ein einziges Kraut, dessen Eigenschaften ihr nicht vertraut waren. Ebenso war sie berühmt für ihren Umgang mit dem Vieh; sie konnte nämlich jeden Zauber oder Bann, der auf ihm lag, lösen und jede Krankheit und jede Verletzung, die es hatte, heilen. Ihr war das Muhen der Kühe der lieblichste aller Laute und über große Entfernungen hinweg antwortete sie stets darauf. Doch von all ihren Gaben war die ungewöhnlichste und eine der nützlichsten ihre Fähigkeit, wenn erforderlich, hoch in der Luft über das Land zu fliegen, so dass kein Hindernis sie auf­halten konnte. Da der Nordlandkönig eine hohe Meinung von den Fähigkeiten seiner Tochter hatte, befragte er sie häufig, wenn seine anderen Ratgeber nicht mehr weiter wussten, und an sie wandte er sich jetzt, um ein wirkungsvolles Mittel zu er­halten, um die Waldungen von Lochaber zu zerstören, die mit den Wäldern seines eigenen Landes so gefährlich wetteiferten.

Die schöne Prinzessin, die ihrem bejahrten Vater immer gerne zu Hilfe eilte, zögerte nicht lang, als er von seiner Sorge sprach. Sie legte Feuer an die Borte ihres Kleides und flog durch die Lüfte über die Nordsee hinweg und stürzte sich auf Lochaber nieder.

»Und die Funken«, so berichtet der Seanachie, »die von ihrem Kleid flogen, wurden vom Wind hierhin und dorthin getragen und die Wälder in Brand gesteckt, bis die ganze Um­gegend rauchte und vom Qualm so verdunkelt war, dass man unmöglich etwas sehen konnte.« Die Menschen liefen zusam­men, um ihr aufzulauern, doch der Überfall verlief so rasch, dass sie ihrer nicht habhaft werden konnten, und sie wussten kein Mittel, um die Schädigung zu verhindern.

Schließlich suchten sie Rat bei einem weisen Mann ihrer Gegend. Er wies sie an, eine Herde Vieh auf einem Feld zusammen zu treiben; wenn sie das Muhen der Kühe hörte, würde sie herabkommen und wenn sie in Schussweite wäre, sollten sie eine silberne Kugel auf sie feuern, dann würde sie sich in einen Haufen Knochen verwandeln. Diesem Rat folgten die Leute, trieben Vieh zusammen und zogen ihm nach. Als das Mädchen das Rufen der Herde hörte, kam sie herab und sie feuerten die silberne Kugel auf sie ab, wie der weise Mann ihnen geraten hatte. Sanft fiel sie zwischen ihnen zu Boden. Danach hoben die Männer ihre sterblichen Überreste auf und trugen sie nach Lochaber; und um sicher zu sein, dass sie ihnen lebend oder tot kein Leid mehr zufügen würde, begruben sie sie in Achna­carry. Und vor nicht mehr als hundert Jahren behauptete der Erzähler, der diese Geschichte weitergab, dass er seinen Fuß auf die Stelle setzen könne, wo sie begraben liege.

Als die Nachricht vom Tod seiner Tochter den Nord­landkönig erreichte, sandte er ein Schiff, um ihre sterblichen Überreste nach Hause zu holen; doch die Beschwörungen der Frauen von Lochaber, die sich gleichfalls auf Hexerei verstan­den, zerstörten es. Das Schiff zerschellte in der Einfahrt zu Lochiel und die Besatzung ertrank. Dem nächsten Schiff, das der König ausschickte, erging es nicht besser. Also setzte der König beim dritten Mal seine ganze Flotte in Bewegung. Doch als seine Schiffe gesichtet wurden, ließen die Bewohner der Insel Iona einen Sturm aufkommen, indem sie die Brun­nen des Elfenhügels leerten, was den Wind in jede von ihnen gewünschte Richtung blasen ließ. »Und der Sturm«, berichtet der Seanachie, »war so heftig und die Schiffe waren so nah, dass die Flotte an das Ufer unterhalb des Elfenhügels getrie­ben wurde. Und die Stärke und die Macht der Nordmänner waren gebrochen und sie waren noch lange Zeit so arg ge­schwächt, dass sie niemals wiederkehrten, um das Land zu verwüsten.«

 Passende Märchenbücher




Das Märchenbuch „Schottische Märchen“ – zum Erzählen und Vorlesen von Frederik Hetmann (Hg.)

Frederik Hetmann alias Hans-Christian Kirsch (geb. 1934 in Breslau / gest. 2006 in Limburg) hat hier eine Sammlung schottischer Märchen und Sagen zusammengetragen, die uns in die Welt der Männer und Helden, der starken Frauen und in die Anderswelt entführen. Eingeteilt nach den unterschiedlichen Landschaften Highlands, Lowlands und die Inselwelten gibt uns der Autor auch Einblicke in Land und Leute und historische Hintergründe.

Viele der Ge­schichten in diesem Buch wurden Frederik Hetmann auf seinen Reisen mündlich überliefert. So ist es nicht verwunderlich, dass wir dieses Buch nicht nur Märchen- und Geschichtenliebhabern, sondern eben auch Schottlandreisenden ans Herz legen möchten, die einen besonderen Rei­seführer suchen. Es ist auch ein Buch, das zu einer Wanderung durch den Zauberwald Schottlands einlädt.

Hetmann, Frederik
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
21,1 cm x 25,4 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

 schottische märchen buch

 

weihnachtsmärchen banner

Weihnachtsmärchen

Manche Märchen assoziieren wir mit Winter oder Weihnachten, obwohl in den Texten selbst wenig oder gar nicht die Rede davon ist: Das Hexenhäuschen aus »Hänsel und Gretel« gehört bei uns zum Brauchtum der Vorweihnachtszeit, und dass es schneit, wenn Frau Holle die Betten schüttelt, wissen viele von uns auch noch.

Ein bisschen verwunderlich ist, wie wenige Märchen von der kalten Jahreszeit handeln. Aber eigentlich liegt die Erklärung dafür auf der Hand. In den Sommermonaten, wenn es lange hell war und es draußen viel zu tun gab, haben die Menschen sich keine Geschichten erzählt, dafür blieb keine Zeit.

Weihnachtsmärchen bieten Sternstunden der Besinnung und der Freude in der dunklen Jahreszeit.

Das fand im Winter statt, wenn Wetter und frühe Dunkelheit die Menschen zwangen, im Haus zu bleiben. Das waren karge Monate, es war kalt, die Nahrung war knapp und es war schwierig, diese Zeit zu überstehen. Dann wollte man darüber nicht auch noch in Geschichten hören, sondern sehnte sich nach Licht und Wärme und der Fülle des Lebens.

Auch heute noch vermitteln Winter und Weihnacht Abschluss und Neuanfang. Es ist die Zeit der Jahresbilanzen und der neuen Ziele, der Wunschzettel und der Geschenke.  

Warum der Bär einen Stummelschwanz hat – aus dem Märchenbuch „Märchen für Winter und Weihnacht“ von Brunhilde Noffke (HG.)

Der Bär begegnete einmal dem Fuchs, der mit einem Bund Fische herangeschlichen kam, das er gestohlen hatte. »Wo hast du das her?« fragte der Bär.

»Ich bin beim Angeln gewesen, Herr Bär!« antwortete der Fuchs. Da bekam der Bär auch Lust, das Angeln zu erlernen, und er bat den Fuchs, ihm zu sagen, wie er es anstellen solle.

»Das ist für dich eine einfache Kunst«, antwortete der Fuchs, »und sie ist bald gelernt. Du brauchst nur aufs Eis zu gehen, dir ein Loch zu hauen und den Schwanz hinein-zustecken,und dann musst du ihn schön lange so halten.Du musst dich nicht darum kümmern, ob es darin prickelt: denn dann beißt der Fisch an; je länger du ihn so halten kannst, desto mehr Fische bekommst du. Und ganz plötzlich musst du ihn dann mit einem Ruck heraufziehen!«

Ja, der Bär tat, wie ihm der Fuchs gesagt hatte, und hielt den Schwanz lange, lange ins Loch hinein, bis er schön fest-gefroren war. Dann zog er mit einem Ruck – den Schwanz ab, und heutzutage noch geht er mit einem Stummel-schwanz umher.

 Passende Märchenbücher


 

Das Märchenbuch: Märchen von Winter und Weihnacht – zum Erzählen und Vorlesen von Brunhilde Noffke (HG.)

Märchen für Winter und Weihnacht von der Märchensammlerin Brunhilde Noffke.

Auch heute noch vermitteln Winter und Weihnacht Abschluss und Neuanfang. Es ist die Zeit der Jahresbilanzen und der neuen Ziele, der Wunschzettel und der Geschenke.

Und von den damit verbundenen Mühen und Freuden erzählen die hier versammelten Märchen und Geschichten.

Noffke, Brunhilde
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

Märchen aus Winter und Weihnacht - das Buch

Märchen aus Winter und Weihnacht – das Buch

 

Fee leuchtet den Weg

Feen-Märchen

Was sind Feen?

In der Regel sind Feen keine »harmlosen«, niedlichen, süßen Figürchen, sondern mächtige Wesen, mit denen nicht zu spaßen ist und die nach ihren eigenen Maßstäben leben. Außerdem zeigen die Märchen, dass Feen keine kleinen geflügelten Elflein sind, die durch die Luft schwirren, wie es in vielen Abbildungen gerne dargestellt wird.

Kein einziger Märchentext beschreibt Feen in diesem Sinne. Feen sind mächtig, sie verfügen über magische Kräfte und brauchen die ihnen immer wieder angedichteten Flügel keineswegs, egal ob sie nun klein oder groß in Erscheinung treten.

 

Elfenlied

Um Mitternacht, wenn die Menschen erst schlafen,Dann scheint uns der Mond,Dann leuchtet uns der Stern;Wir wandeln und singenUnd tanzen erst gern. Um Mitternacht, wenn die Menschen erst schlafen,Auf Wiesen, an den ErlenWir suchen unsern RaumUnd wandeln und singenUnd tanzen einen Traum.

Johann Wolfgang von Goethe

Leseprobe


 

Der Elfenring aus dem Märchenbuch „Feen-Märchen“ zum Erzählen und Vorlesen von Sabine Lutkat (Hg.)

An einem schönen Herbsttage sagte Timothy O’Sheagh zu seiner Mutter: »Liebe Mutter, ich reite auf meinem Esel nach Wexford zum Markte, und wenn ich meine Kohlköpfe verkauft habe, hole ich Sheila-Mo-Gee, meine Braut ab, um dir das süße Mädchen vorzustellen.«

»Ich werde mich gewiss freuen, deine Liebste kennenzuler-nen«, erwiderte die Mutter, »aber ich warne dich! Heute am Vor-abend von Allerheiligen tanzen die Elfen den Reigen und gerätst du in ihren Ring, bist du gebannt und findest nimmer den Rück-weg.«

»Ach, Mutter«, lachte der Bursche, »wer wird an solche Ammenmärchen glauben. Ich fürchte nicht die Elfen und nicht ihren Zauberkreis.«

»Höre auf meine Worte, Sohn!« gab die Mutter ernst zur Ant-wort. »Versprich mir wenigstens, zu tun, wie ich dir rate. Fühlst du dich im Elfenring gefangen, ziehe deinen Mantel aus und häng ihn mit dem grünen Futter nach außen um, auf dass die Elfen erkennen, dass du ihr Freund bist. Tust du das nicht, wird dein Esel keinen Schritt vorwärts tun.«

»Wenn es dir eine Beruhigung verschafft, liebe Mutter, will ich es tun«, lächelte Timothy und trabte auf seinem Grautier fröhlich von zu Hause fort.

Er verkaufte auf dem Markt sein Gemüse und ritt dann nach dem Hause seiner Braut.

»Komm«, sagte er, »setz dich hinter mich auf mein Langohr, denn ich will dich daheim meiner Mutter vorstellen.«

Sheila war es zufrieden. Sie schwang sich hinter Timothy auf den Rücken des Esels, schlang ihre Arme um den Geliebten und so ritten sie im Dämmern des Abends selig dahin. Beide merkten nicht, wie allmählich die Schatten aus dem Boden stiegen und der silberne Mond über den Hügeln sich erhob.

Doch plötzlich blieb der Esel stehen und kein gutes Wort, kein Schlag mit der Gerte vermochte ihn vorwärtszutreiben.

»Timothy«, stammelte Sheila, »wir sind in einen Elfenring geraten!«

»Dummes Zeug!« ärgerte sich ihr Bräutigam, »glaubst denn auch du an diese törichte Fabel?«

»Und es ist doch so!« ereiferte sich das Mädchen. »Wer in einen Elfenring gerät, verliert Weg und Richtung und findet nimmer heim.«

Da ward es auch Timothy ungut zumute. Er erinnerte sich der Worte seiner Mutter, und etwas verlegen lächelnd zog er seinen Mantel aus und hing ihn mit dem grünen Futter nach außen um die Schultern. Und siehe da, der Esel ging wieder willig dahin und brachte beide glücklich nach Hause.

Nun, meine Kinder, wollt ihr wohl wissen, warum der Esel sich weigerte, vorwärtszugehen? Warum? Weil er, obwohl er nur ein Tier war, die kleinen Elflein sehen konnte und mit seinem Hufe keines verletzen wollte.

Als nun Timothy den Mantel umdrehte, erkannten die Elfen an dem grünen Futter, dass er ihr Freund sei und öffneten den Ring, um den Esel mit den beiden Liebenden durchzulassen.

Noch heute glaubt das Volk in Irland an das Volk der Elfen, Zwerglein und Feen, das dem Menschengeschlechte nicht feind-lich gesinnt ist, das aber nur ein Esel mit den Augen wahrzunehmen.

 Dazu passende Bücher


 

Das Märchenbuch: Feen-Märchen – zum Erzählen und Vorlesen von Sabine Lutkat (HG.)

Feengestalten finden sich in den Märchen aller Völker, viele Regionen und Länder haben ihre eigenen Feenwesen, wie die Sidhe oder »das gute Volk« in Irland, die Huldren in Island oder die Vilen auf dem Balkan. Dennoch weisen diese Gestalten viele Gemeinsamkeiten auf, die es erlauben, sie alle unter dem Sammelbegriff Feen zusammenzufassen.

Diese wunderbare Märchensammlung zeigt anhand verschiedener europäischer Märchen typische Motive der Feenmärchen und des Feenglaubens.

Lutkat, Sabine
Deutsche Erstausgabe

Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

 9783868260588_low_Res

 

Das Märchenbuch: Keltische Feenmärchen – zum Erzählen und Vorlesen von Frederik Hetmann (HG.)

Nähern sich die Tage wieder dem Herbst, beginnt die Zeit der Geschichten und Märchen.

Eine Märchensammlung vor allem aus Irland, Schottland und Wales. Die Vorstellung eines Feenreiches, der Anderswelt, wo das kleine Volk wohnt, hat seit jeher Menschen zugleich fasziniert und geängstigt. Vor allem im keltischen Raum ranken sich um diesen Feenglauben zahlreiche Märchen und Mythen. Ihre folkloristischen und phantastischen Motive vermitteln etwas von der eigentümlichen Spannung, die die Feen und ihr Reich umgibt. Denn Feen sind übernatürliche Wesen, die nicht jeder Sterbliche sehen kann und wer ihnen dennoch begegnet, dem helfen oder den narren sie.

Hetmann, Frederik
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

Keltische Feenmärchen

Keltische Feenmärchen

 

Indianer mit Wolf

Indianer-Märchen

Indianer-Märchen erzählen von Abenteuern und Heldengeschichten, von Schlangenbrüdern und Himmelsfrauen und vielem mehr. Sie erlauben zugleich einen Einblick in die indianische Kultur und Lebensweisheit. Diese Märchen entfalten das tiefe Naturverständnis, die schöpferische Kraft und die magische Welt der Indianer Nordamerikas.

Dazu passende Märchenbücher


 

Das Märchenbuch: Das große Buch der Indianermärchen – zum Erzählen und Vorlesen von Frederik Hetmann (HG.)

Diese einmalige Sonderausgabe vereint Märchen, Mythen und Wissenswertes aus drei Einzelbänden, herausgegeben von Frederik Hetmann („Büffelfrau und Wolfsmann“, „Indianerlexikon“, „Der grüne Vogel“).

In einem Nachwort erläutert der bekannte Experte die große Bedeutung der mündlichen Überlieferungen der amerikanischen Ureinwohner.

Diese Erzählungen gehören zum Weltkulturerbe, und sie wirken gerade in der heutigen Zeit besonders spannend und eindrucksvoll.

Hetmann, Frederik
Deutsche Erstausgabe

Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

 

Das Märchenbuch: Indianer Märchen – zum Erzählen und Vorlesen von Frederik Hetmann (HG.)

Wir dürfen hier mit den Indianern quer durch Amerika ziehen, denn die Märchen der Indianer sind Sammlungen von den verschiedensten Stämmen, hier Märchen der nordamerikanischen Indianer.

So erhalten wir Einblicke in die unterschiedliche Lebensweise, die sich sicher auch aus den Lebensbedingungen in der jeweiligen Landschaft erklärt.

Mit dieser Sonderausgabe des Buches „Der Junge, der die Sonne fing“ liegt uns ein reicher Schatz an indianischen Märchen des amerikanischen Nordens vor. Frederik Hetmann erzählt Schöpfungsmythen, Reisen in eine andere Welt und Helden- und Gaunergeschichten. Diese Reihe ist äußerst bunt und abwechslungsreich.

In seiner Einführung klärt der Herausgeber auf, dass es kaum andere so reichhaltig erforschte Sammlungen von Märchen wie die der Indianer gibt. Doch er zeigt auch, dass die weißen Amerikaner durch eine Verklärung und Romantisierung vor klischeeartigen Veränderungen der Erzählungen nicht zurückschreckten. Frederik Hetmann hat hauptsächlich die Märchen, die den ursprünglichen Erzählstil der Indianer wiedergeben, zusammengetragen. Sie entstammen schriftlichen Protokollen von mündlichen Erzählungen ihrer selbst. Dadurch schafft es der Autor, den Leser ganz selbstverständlich als Mitglied dieser uns eigentlich fremden Kultur einzuladen, er lässt uns teilnehmen und nicht als distanzierten Beobachter außen vor.

Hetmann, Frederik
Deutsche Erstausgabe

Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

Indianer Märchen

 

Pferde

Pferde-Märchen

Zu allen Zeiten hat das Pferd für den Menschen eine besondere Rolle gespielt. In Kriegs- wie in Friedenszeiten war es ihnen ein treuer Freund und Begleiter. Viele vorchristliche Götter wurden von Pferden begleitet oder nahmen selbst Pferdegestalt an. Das bekannteste Pferd der griechischen Mythologie ist Pegasus, der Sohn des Nereus und der Medusa.

 Leseprobe


 

Das Pferd der Laima aus dem Märchenbuch „Pferde-Märchen“ von Sigrid Früh und Wolfgang Schultze.

In der Johannisnacht muss man um zwölf Uhr in den Wald gehen, aus Tränen einen Kreis machen und dann in denselben treten. Alsdann muss man dreimal laut rufen: »Laima, schicke mir dein Ross!«

Hat man dies getan, so erscheint ein Geist von furchtbarem Aussehen, doch darf man vor demselben nicht erschrecken. Der Geist fragt dann: »Was willst du von mir?«

»Du sollst mich tragen«, muss man dann antworten.

»Ich trage dich an den Unglückssee, denn dorthin gehöre ich«, spricht darauf der Geist.

»Nein, du gehörst zum Glückssee und dorthin trage mich«, muss man dann erwidern. Darauf verwandelt sich der Geist in ein feuriges Ross, welches man zu besteigen hat. Von dem Ross wird man dreimal über die ganze Welt getragen und dann zu dem Luftschloss der Laima, welches in ihrem Lustgarten steht. Dort liegen viele Muscheln und man erhält von der Laima die Erlaub-nis, eine zu nehmen. In den Muscheln, welche alle das gleiche Aussehen haben, sind verschiedene Dinge enthalten: in der einen liegen Heilmittel gegen Krankheiten, in der anderen ist langes Leben enthalten, in der dritten Klugheit oder Schönheit oder Tu-gend oder aber Geld, welches sich stets in der Muschel befindet, so oft man dieselbe öffnet und von deren Inhalt nimmt.

Hat man eine Muschel genommen, so wird man von dem Ross wieder zur Stelle in den Wald gebracht. Das Ross wird zum Geist und dieser verschwindet. Fortan ist man im Besitz der Gabe, welche man der Laima verdankt.

 Passende Märchenbücher


 

Das Märchenbuch: Pferde Märchen – zum Erzählen und Vorlesen von Sigrid Früh und Wolfgang Schultze (HG.)

Zu allen Zeiten hat das Pferd für den Menschen eine besondere Rolle gespielt. In diesem Band, von der bekannten, deutschen Märchenerzählerin Sigrid Früh, finden Sie eine einzigartige Sammlung von über 30 bekannten und unbekannten Pferde-Märchen aus aller Welt (z. B. Märchen aus Estland, Russland, Litauen, Ungarn, Island, Irland, Frankreich)

Die Märchen sind nach Themen unterteilt:

Die hilfreichen Pferde

Viele Märchenheldinnen und Helden überwinden alle Schwierigkeiten, lösen alle Aufgaben mit Hilfe ihres treuen Pferdes und kommen dadurch ans Ziel. Ein Motiv, welches vorwiegend bei den Märchenhelden zum Tragen kommt, ist das Baden in kochender Stutenmilch. Durch Hilfe seines Pferdes überlebt der Held diese Prüfung und kommt dazu noch siebenmal schöner aus dem Bade. Wenn die Gegenspieler sich derselben Prozedur unterziehen, um dasselbe Ergebnis zu erlangen, verkehrt sich dieses immer ins Gegenteil – sie zerkochen in der Stutenmilch. Beispiele hierfür sind Zauberilona und Das Zauberpferd.

Es gibt viele Märchen, bei denen Pferde für ihre Freunde ihr Leben lassen und bis über den Tod hinaus hilfreich sind, wie es die Märchen Das Mondross und Die Gänsemagd schildern.

Neben ihrem natürlichen Instinkt besitzen viele Pferde eine intuitive Wahrnehmung. Dadurch wird der Held vor vielen Gefahren bewahrt.

Schultze, Wolfgang / Früh, Sigrid

Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort oder Online:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

Märchen von Pferden

Märchen von Pferden

Die dämonischen Pferde

Infolge der Christianisierung trat auch eine Dämonisierung des Pferdes ein. Ein Paradebeispiel ist der Pferdefuß des Teufels. In vielen Sagen wird erzählt, dass Hexen einen jungen Mann in ein Pferd verwandeln, mit dem sie dann zum Hexensabbat reiten, ein Motiv, welches von den reitenden Walküren, den Begleiterinnen des Gottes Odin, geprägt wurde.

Viele Sagen erzählen, wie ungerechte Herren zur Strafe in der Hölle zu Reittieren des Teufels werden. Beispiele hierfür sind Des Schwarzenbergers Bekehrung und Das Wunderross Friedrichs von Zollern.

Verwandelte Pferde

Immer wieder begegnen wir der Darstellung, dass Menschen in Pferdegestalt verwünscht werden. Ihre Erlösung ist auf ein intensives Zusammenspiel von Mensch und Tier angewiesen. Häufig ist der letzte Akt die Enthauptung des Pferdes, wie es die Märchen Friedrich Goldhaar und Das treue Füllen erzählen. In dem Märchen Imrik und sein Zauberrösslein begegnen wir einer Besonderheit, in dem der Held auf das Wasser der Jugend für sich verzichtet, um seinem sterbenden Pferd das Leben zu retten. Durch dieses Opfer erlöst er das Pferd und gibt ihm seine Menschengestalt zurück. Die sieben Fohlen ist ein besonderes Märchen, da hier die christliche Prägung sichtbar wird. Die Verwünschten haben täglich nur für kurze Zeit ihre menschliche Gestalt, um an der Kommunion teilzunehmen. Allein durch einen Hirten, der sie den ganzen Tag hindurch begleitet, ist die Erlösung möglich

Keltische Märchen mit Feen

Keltische Märchen

Das Siedlungsgebiet der Kelten erstreckt sich vom Alpenraum über das europäische Festland bis zu den britischen Inseln. Ein Großteil der heute noch bekannten Erzählungen wurden allerdings im britischen und irischen Raum mündlich überliefert.

Keltische Märchen erzählen voller Poesie und Spiritualität von Abenteuern und Gefahren, von Abschied und Aufbruch, von Glück und Heimkehr. Sie sprechen von der Anderswelt, von Feen, Elfen und magischen Zauberkräften.

 Passende Märchenbücher


 

Das Märchenbuch: Keltische Märchen – zum Erzählen und Vorlesen von Heinrich Dickerhoff (HG.)

Die keltischen Märchen in diesem Sammelband erzählen von starken Frauen und „richtigen“ Männern, sie führen in die Anderswelt der Feen, Elfen und Magiern. Voller Poesie und Spiritualität erzählen die Märchen von Gefahren und Abenteuern, von Abschied und Aufbruch, von Glück und Heimkehr in einer Zeit, die uns heute wieder nahe ist.

Dickerhoff, Heinrich
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
21,1 cm x 25,4 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

Keltische Märchen

Keltische Märchen

 

Das Märchenbuch: Keltische Feenmärchen -zum Erzählen und Vorlesen von Frederik Hetmann (HG.)

Die Vorstellung eines Feenreiches, der Anderswelt, wo das kleine Volk wohnt, hat seit jeher Menschen zugleich fasziniert und geängstigt. Vor allem im keltischen Raum ranken sich um diesen Feenglauben zahlreiche Märchen und Mythen. Die folkloristischen und phantastischen Motive vermitteln etwas von der eigentümlichen Spannung, die die Feen und ihr Reich umgibt.

Dieses Buch enthält eine wundersame, abwechslungsreiche Sammlung mit Feenmärchen aus dem keltischen Raum.

Hetmann, Frederik
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich als Buch und E-Book in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

Keltische Feenmärchen

Keltische Feenmärchen



Japanische Märchen

Japanische Märchen

Japanische Märchen erzählen von alten Überlieferungen und schamanischen Traditionen von einem Land mit einer ganz besonderen Kultur. Wer nach Japan reist, hat nicht Strände mit weißem Sand im Sinn, sondern möchte die Höflichkeit der Japaner, die Kirschblüte, Technologie, japanische Gärten sowie neue, kulinarische Eindrücke entdecken. Diese sind so vielfältig wie die japanischen Märchengeschichten.

Leseprobe


 

Moi Uekata und seine fromme Mutter aus dem Märchenbuch „die schönsten japanischen Märchen“ von Rotraud Saeki (Hg.)

Die Mutter von Moi Uekata war eine sehr gottesfürchtige Frau, und sie hatte das Bedürfnis, den Himmlischen so oft wie möglich eine Gebetsfeier zu halten.

Sie saß mit Hingabe vor dem Schreinaltar und betete die frommen Worte. Moi, ihr Sohn, sah das eine ganze Weile mit an, dann dachte er: »Man muss diese häufige Beterei irgendwie abstellen, es ist einfach zu oft.« Als die Mutter wieder einmal den Altar aufsuchte und sich davor hinkniete, setzte sich Moi dicht neben sie. Und als sie im Gebet versunken war, begann der Junge auf ein-mal, sie am Ärmel zu ziehen.

Die Frau unterbrach ihre Beterei kurz und fragte den Sohn mit abwesendem Gesicht: »Was willst du denn?« Und ohne auf eine Antwort zu warten, fiel sie ins Gebet zurück.

Nach kurzer Zeit zerrte Moi plötzlich wieder an ihrem Ärmel, sie schaute sich nach ihm um und meinte vorwurfsvoll: »Moi, warum störst du mich denn immer? Warte gefälligst, bis ich fertig bin!«

Damit wandte sie sich wieder ihrem Gebet zu. Sie war eben gera-de zur Mitte der langen Anrede an die Götter gekommen, da zog sie der Sohn wiederum heftig am Ärmel.

Die Mutter wurde nun endlich böse und schalt Moi: »Warum störst du mich denn so ungezogen? Höre sofort auf mit dem Unfug!«

Da sagte der Sohn: »Mutter, ich meine, wenn du die Götter jeden Tag, morgens und auch noch abends anrufst und ihnen die Ohren vollbetest, dass sie sich dann nicht sehr freuen. Diese andauernde Singerei ist ihnen lästig, und sie werden unzufrieden werden. Sie wollen, genauso wie du eben, nicht ständig gestört werden. Ich kann mir vorstellen, dass es genug ist, wenn man für die Himmlischen jeden Monat am 1. und 15. Tag eine Feier abhält!«

 Passende Märchenbücher


 

Das Buch: Stimme der Geister – Schamanistische Geschichten von Okinawa von Rotraud Saeki (HG.)

Auf der Inselgruppe Okinawa gibt es eine ganz eigene Geisterwelt und die Traditionen des Schamanismus sind dort noch weit verbreitet und lebendig.

Die Deutsche Rotraud Saeki lebt seit ca. 50 Jahren in Japan und ist bei uns durch ihre japanischen Märchensammlungen bekannt.
In diesem Buch beschreibt sie schamanistische Rituale und gibt Erfahrungsberichte der Insulaner weiter, die auf unterschiedliche Weise Kontakt zu Toten und Geistern hatten.

Saeki, Rotraud
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.
Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

 

9783868260267

 

Das Märchenbuch: Erotische Märchen aus Japan – zum Erzählen und Vorlesen von Rotraud Saeki (HG.)

Kraftvolle Bilder, alte Überlieferungen und schmamanische Traditionen prägen diese Yogatari, „Erzählungen am Abend“, wie sie in Japan genannt werden.

Es ist eine Sammlung aus dem südlichen Japan, und sie enthält Märchen, in denen es um das Thema geht, das für die meisten Menschen außerordentlich wichtig ist.

Es wird von der Liebe und ihren Begleiterscheinungen, die sich als Schicksal, Rache, Treue und Sehnsucht manifestieren können, berichtet.

Dieser Band ist somit eine Kollektion von „Gute-Nacht-Geschichten für Erwachsene“.

Saeki, Rotraud
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

9783868260410

 

Das Märchenbuch: Märchen aus Japan – zum Erzählen und Vorlesen von Rotraud Saeki (HG.)

Auch in Japan gab es eine große Zeit des Märchensammelns (in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts), und heute gibt es noch viele Gruppen, die sich mit lokaler Volkskunde befassen und die Geschichten zusammentragen. Eine Einladung zu solch einer Sammelaktion erhielt Rotraud Saeki 2004 und das Erlebnis führte dazu, dass sie diese Erzählungen erstmals übersetzte und in deutscher Sprache herausgegeben hat. So ist diese Sammlung spannender, fremdartiger, berührender Märchen von der Inselwelt Okinawa im Süden Japans entstanden. Rotraud Saeki ist gebürtige Deutsche und lebt seit ca. 40 Jahren in Japan.

Saeki, Rotraud
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

9783868260632_low

Das Märchenbuch: Die schönsten japanischen Märchen – zum Erzählen und Vorlesen von Rotraud Saeki (HG.)

Zwischen den japanischen Hauptinseln und Taiwan liegt eine mehr als tausend Kilometer lange Inselkette, die zu Japan gehört: Okinawa. Märchen dieser paradiesischen Inselwelt erscheinen in diesem Band erstmals außerhalb Japans.

Aber auch die Märchen aus Japan im ersten Teil des Buches sind ein Märchengenuß der besonderen Art. Sie erzählen vom Meer und den Sternen, von klugen Tieren und weisen Göttern. Der Reiz dieser Märchen liegt in ihrer anmutigen Erzählweise und ihren mitunter überraschenden Wendungen. Sie alle spiegeln die Besonderheiten der asiatisch-japanischen Kultur wider.

Saeki, Rotraud
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

9783868260427

irische märchen banner

Irische Märchen

Irland ist die Insel der tausend Legenden. In keinem Land Europas ist die mündliche Märchenüberlieferung so lebendig geblieben wie in Irland. Stärker als in anderen Ländern knüpfen die Märchen an die Motive und Themen der Barden an. Von Königssöhnen und Helden wird berichtet, von der Mythengestalt Deirdre, deren Schicksal auch die modernen Schriftsteller nicht los lässt. Daneben spielen Tiere eine wichtige Rolle, vor allem aber die Geister und Feen, die für die Iren Wirklichkeit besaßen.

Leseprobe


 

Der Hahn und das vierblättrige Kleeblatt – aus dem Märchenbuch „Irische Märchen“ von Frederik Hetmann

Vor langer Zeit wurde einmal in Dingle ein großer Jahrmarkt abgehalten, und Leute von überall her kamen herbei. Unter all dem Volk war auch ein

Schausteller, der ließ einen Hahn die Straße hinauflaufen, und der Hahn zog hinter sich drein einen schweren Balken, der an seinem Bein festgebunden war. Jedenfalls meinten die Leute, dass es ein Balken sei, und alle rannten sie hinterdrein, Straß-auf, Straß-ab, und zahlten jeder einen Penny, um dieses Wunder bestaunen zu dürfen. Da kam ein alter, kleiner Mann in die Stadt, der auf seinem Rücken eine Last Binsen trug. Er wunderte sich, warum all das Volk dem Schausteller mit seinem Hahn nachlief. Alles, was er sehen konnte, war nämlich ein Strohhalm, den der Hahn hinter sich dreinzog. Er meinte, die Menschen müssten verrückt geworden sein, und fragte einige, um sich zu vergewissern, ob noch bei ihm im Kopf alles stimme. Sie antworteten: »Siehst du nicht das große Wunder? Siehst du nicht den gewaltigen, schweren Balken, den der Hahn hinter sich herschleppt?«

»Ach was«, sagte der alte Mann unwirsch, »er zieht doch nur einen Strohhalm, was ist da schon weiter dabei.«

Streit entstand. Das hörte der Schausteller und ging zu dem Alten hin. Er nahm ihn beiseite und fragte ihn, wieviel er für die Last Binsen auf seinem Rücken verlange.

Der alte Mann nannte eine Summe. Um die Wahrheit zu sagen, ich weiß nicht, wie hoch sie war, aber wie hoch sie auch immer gewesen sein mag, der Schausteller zahlte sie, mehr noch, er gab doppelt so viel, wie der alte Mann verlangt hatte.

Sobald der Schausteller ihm die Last Binsen abgenommen hatte, zweifelte der alte Mann abermals an seinen Sinnen, denn nun sah er da, festgebunden an den Hahnenfuß, auch einen schweren Balken. Er fuhr sich mit der Hand über die Augen, aber es blieb bei dem Balken.

Der Alte lief aus der Stadt und verstand die Welt nicht mehr. Was er nie erfuhr, war dieses:

An der Last Binsen, die er auf dem Rücken getragen hatte, war ein vierblättriges Kleeblatt festgebunden gewesen; das machte ihn die Wahrheit sehen, solange es ihm gehörte.

 Passende Märchenbücher


 

Das Märchenbuch: Irische Märchen – zum Erzählen und Vorlesen von Frederik Hetmann (Hg.)

Aus der Fülle des Quellenmaterials hat der Herausgeber die schönsten Märchen und Feengeschichten zusammengestellt. Seine Auswahl spiegelt wider, was für die irische Märchenwelt bezeichnend ist. Stärker als in anderen Ländern knüpft sie an die Motive und Themen der Barden an. Sie handeln von Königssöhnen und Helden, Tieren und Feen und Geister, die für die Iren Wirklichkeit besaßen.

Erhältlich in unserem Online-Shop:

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

Irische Märchen Buch

Irische Märchen

Hetmann, Frederik
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

 

Russische Märchen

Russische Märchen

Russische Märchen erzählen voller Poesie und Lebenskraft von Gefahren und Abenteuern, von Abschied und Aufbruch, von Glück und Heimkehr – vom ewigen Kampf für das Gute, von den Rätseln und den Wundern des Lebens in all ihrer Wucht und ihrer Zartheit – von Zauberwelten, die dennoch reale Erfahrungen spiegeln und uns oft sehr viel näher sind, als wir denken.

Leseprobe


 

Der Zaubermeister – aus dem Märchenbuch „Russische Märchen“ von Sigrid Früh

In einem Zarenreich, in einem Reich, da lebte einmal ein IMatrose, der diente dem Zaren in Treue und führte ein ordentliches Leben. Da bat er einmal um ein paar freie Tage und ging in eine Stadt in ein Wirtshaus. Er bestellte Wein und zu essen,und ließ es sich wohl sein. Er bestellte bald dies und bestellte bald jenes.

Und der Wirt sprach: »Matrose, hast du auch genug Rubel, um dies alles zu bezahlen?« »Ach, Bruderherz, am Geld fehlt es nicht, ich habe mehr als genug davon«, sprach der Matrose und holte ein Gold-stück aus der Tasche und warf es auf den Tisch. Der Wirt nahm das Goldstück und wollte ihm ein paar Münzen zu-rückgeben. »Behalt’s«, sprach der Matrose, »das ist dein Trinkgeld.«

Am anderen Tag ging der Matrose wieder in das Wirts-haus und bestellte Wein und zu essen, und ließ es sich wohl sein.Er bestellte bald dies und bestellte bald jenes und bezahl-te mit einem Goldstück und ließ sich nichts zurückgeben.

Nachdem dies eine ganze Zahl von Tagen so gegangen war, da sprach der Wirt: »Was hat das zu bedeuten? Ein einfacher Matrose, der so mit dem Geld um sich wirft? Der hat irgendwo die Staatskasse bestohlen. Man muß Meldung ma-chen, sonst gerät man noch in eine üble Geschichte hinein.«

So erstattete er dem Kapitän Meldung, und dieser ließ den Matrosen zu sich kommen und sprach zu dem Matrosen: »Gib es zu, du hast gestohlen.« Da sprach der Matrose: »Von diesem Geld gibt es in jeder Müllgrube genug, ich hab’s nicht gestohlen.« »Was erzählst du für Lügen?« sprach der Kapitän. Und der Matrose sprach: »Ich erzähle keine Lügen, der Wirt erzählt Märchen.

Er soll die Goldstücke zeigen.« Da wurde die Schatulle vom Wirt gebracht und geöffnet. Sie war mit lauter Knöpfen gefüllt. Der Kapitän sprach: »Matrose, zeig mir, wie du das ge-macht hast. Bezahlt hast du mit Gold, und nun sind es Knöp-fe.«

Da sprach der Matrose: »Euer Ehren, unser letztes Stünd-lein ist gekommen, seht nur.« Da sehen sie, wie durch alle Fenster und Türen das Wasser hereinströmt. Es steigt immer höher und höher, und es reicht ihnen bis zum Hals. »Um Gottes willen!« rief der Kapitän,»wie können wir uns retten, wir ertrinken!«

Da sprach der Matrose: »Wir kriechen durch den Schornstein auf das Dach.« So kletterten sie aufs Dach und sahen, daß die ganze Stadt unter Wasser stand. Viele Häuser waren schon gar nicht mehr zu sehen. Jetzt ist unser letztes Stünd-lein gekommen, dachte der Kapitän.

Da kam auf einmal ein kleines Boot daher und blieb am Dach hängen. »Wir steigen in das Boot«, sprach der Matro-se, und sie stiegen hinein und fuhren ab.

Das Boot trieb sie über das Wasser, und sie trieben einen Tag, und sie trieben ei-nen zweiten und am dritten Tag, da fiel das Wasser, und die Erde wurde trocken. Sie waren durch dreimal neun Länder getrieben ins dreimal zehnte Zarenreich.

Märchen - Landschaft in Russland

Märchen – Landschaft in Russland

»Wie kommen wir wieder zurück in unsere Heimat? Wir haben kein Geld«, sprach der Kapitän.»Wir müssen uns als Knechte verdingen«, erwiderte der Matrose. Da gingen sie in ein Dorf und boten sich als Hirten an. Der Matrose ging als Oberhirt und der Kapitän als Hirtenjunge. So hüteten sie bis zum Herbst das Vieh des Dorfes.

Dann sammelten sie bei den Bauern das Geld ein und fingen an, es zu teilen. Der Matrose teilte das Geld in zwei Hälften. Da war der Kapitän gekränkt und sprach: »Ich bin doch Ka-pitän, und du bist nur ein Matrose.«
Da sprach der Matrose: »Hört, hört, von Rechts wegen müßte ich eigentlich drei Teile machen, nämlich zwei für mich und einen für Euer Ehren, weil ich ein richtiger Hirte war, ihr aber nur ein Hirtenjunge.«

Da fing der Kapitän an,den Matrosen derart zu beschimp-fen, daß man es gar nicht sagen kann. Da stieß ihn der Ma-trose mit der Faust in die Seite und sprach: »Kommt zu euch, Kapitän!«

Da kam der Kapitän zu sich, und er sah, daß er wie vorher in seinem Zimmer gewesen war, und er getraute sich nicht mehr, auch nur ein einziges Wort zu sagen, entließ den Ma-trosen, ohne ihn zu richten, und der Gastwirt stand mit lee-ren Händen da.

 Dazu passende Märchenbücher


 

Das Märchenbuch: Russische Märchen – zum Erzählen und Vorlesen von Sigrid Früh (HG.)

Russische Märchen von Sigrid Früh und Paul Walch (Hg.) zum Erzählen und Vorlesen. Dieses Buch vereint die großen Märchen Russlands in einem Band.
Diese Sammlung russischer Märchen unterscheidet sich von anderen. In diesen Geschichten begegnen wir Baba Jaga, der allmächtigen Zauberin, der Frauengestalt aus matriarchalischen Zeiten, endlich auch in einer positiven Rolle. Und die Wandlung des dummen Iwan zu einem erwachsenen erfolgreichen Mann zeigt, mit welchen Eigenschaften man das Leben meistern kann.

Früh, Sigrid
Deutsche Erstausgabe
Hardcover, m. Fadenheftung & Lesebändchen
14 cm x 21,5 cm, 192 S.

Erhältlich in unserem Online-Shop

Königsfurt-Urania

bei Ihrem Buchhändler vor Ort:

My Book-Shop beim Buchhändler vor Ort kaufenVorsicht Buch: Bücher im stationären Buchhandel kaufenbuchhandel.de

 

 

 

sowie im Online-Handel:

ThaliaHugendubel

Libribücher

AmazonBuchkatalog.de

Russische Märchen

Russische Märchen

 

Seite 1 von 11